Ein Blick auf die gesellschaftspolitischen Haltungen der Küssnachter Wahlkandidaten.

Ein Blick auf die gesellschaftspolitischen Haltungen der Küssnachter Wahlkandidaten.

Ein Blick auf die gesellschaftspolitischen Haltungen der Küssnachter Wahlkandidaten. 1922 578 Samuel Lütolf

Im FS vom 11. Oktober wurden die Küssnachter Kandidaten für National- und Ständerat nach Ihren Gesellschaftspolitischen Haltungen befragt.

Meine Statements:

Jüngster gegen Stimmrechtsalter 16
Auch das Stimmrechtsalter 16 kommt demnächst wieder auf den Tisch. Im Nationalrat ist derzeit ein entsprechender Vorstoss hängig, den Vertreter aller Parteien, mit Ausnahme der SVP, unterzeichneten.
Etwas erstaunen mag das deutliche Nein des jüngsten Küssnachter Kandidaten Samuel Lütolf. Der 22-Jährige knüpft das Stimm- und Wahlrecht an die Rechte und Pflichten, welche die Volljährigkeit mit sich bringt: «Ich finde es wichtig, dass jeder Stimmbürger als Einzelner und auch als Teil der Gesellschaft die Entscheidungen an der Urne und deren Auswirkungen vollumfänglich mittragen muss», erklärt er. «Mit einem Stimmrechtsalter von 16 Jahren wäre das nicht mehr gegeben.»

Lütolf gegen Homo-Ehe
Einzig Samuel Lütolf lehnt die Gleichstellung klar ab. Die Ehe bilde die natürliche Verbindung von Frau und Mann, sagt der Küssnachter Nationalratskandidat. Sie sei das Fundament unserer Gesellschaft und sichere den Fortbestand kommender Generationen. Dass die Ehe heterosexuellen Paaren vorbehalten bleibe, bezwecke keinerlei Diskriminierung anderer Lebensformen, sagt Lütolf und ergänzt: «Homosexuelle Paare können sich mit einer auf dem Zivilstandsamt beurkundeten, eingetragenen Partnerschaft ebenfalls gegenseitig absichern. Der Status der eingetragenen Partnerschaft ist mit der Ehe bereits praktisch identisch und reicht daher völlig aus.»