Beiträge Von :

Samuel Lütolf

Unnütz und sündhaft teuer

Unnütz und sündhaft teuer 820 340 Samuel Lütolf

Die Schweiz ist für 0.1% des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich. Das Ziel des CO2-Gesetzes ist die Reduktion des Schweizer CO2-Austoss um 50% bis 2030 gegenüber 1990. Das heisst, genau genommen reden wir nur über 0.05% des weltweiten CO2-Ausstosses. Unter Anbetracht dieser Tatsache muss festgestellt werden, dass das CO2-Gesetz der Umwelt oder dem Klima leider nichts bringt.

Also, das Gesetz, auch wenn alle Ziele erreicht werden, bringt dem Klima nichts! Die ganzen Anstrengungen haben schlussendlich gar keinen messbaren Einfluss auf die Umwelt. Das Klima ist einfach ein weltweites Phänomen und macht an keiner Landesgrenze halt. Der Einfluss der Schweiz ist schlicht zu klein. Zudem haben wir in der Schweiz unseren CO2-Ausstoss in den letzten 10 Jahren um ¼ pro Kopf senken können. Wir machen also bereits sehr viel.

Aus diesen Gründen ist es einfach absurd, mit Murgängen in den Alpen, Gletschern die schmelzen oder sonstigen möglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung für das CO2-Gesetz zu argumentieren. Denn mit dem CO2-Gesetz ändert sich rein gar nichts daran. Einzig Benzin und Diesel werden bis zu 12 Rp. pro Liter teurer, das Heizöl wird bis zu 27 Rp. pro Liter teurer und es wird eine Flugticketabgabe eingeführt von bis zu Fr. 120.– pro Flug. Die zusätzlichen Kosten für eine vierköpfige Familie werden auf ca. Fr. 1000.– pro Jahr geschätzt. Das alles ohne einen ausgewiesenen Nutzen – sind wir eigentlich verrückt!?

Mit dem geplanten CO2-Gesetz nehmen wir auch keine Vorbildfunktion ein wie ich das oft höre. Das Gesetz ist extrem teuer und bringt auf der anderen Seite praktisch nichts. Sind wir ehrlich: Kein anderes Land auf dieser Welt kann und will sich eine solche Politik leisten. Mit einer Politik, die sich sonst niemand leisten kann, sind wir ein total schlechtes Vorbild. Wir müssten Massnahmen treffen die etwas bringen und auf der Kostenseite verträglich sind, so könnten wir durchaus ein Vorbild sein. Das CO2-Gesetz macht aber leider genau das Gegenteil.

Die Familien, die Arbeiter, das Gewerbe und die eher ländliche Bevölkerung werden zur Kasse gebeten. Das Geld wird umverteilt und schafft soziale Ungerechtigkeit. Mit dem Klima hat es nichts zu tun. Deshalb sollten wir unbedingt an die Urne gehen und dem missratenen CO2-Gesetz eine Absage zu erteilen.

CO2-Gesetz: Das Gegenteil von liberaler Klima- und Umweltpolitik

CO2-Gesetz: Das Gegenteil von liberaler Klima- und Umweltpolitik 1586 474 Samuel Lütolf

Beitrag erschienen im «Schwyzer Gewerbe» 05/2021

Am 13. Juni stimmt die Schweiz nicht nur über neue horrende Abgaben auf die Mobilität ab, ob Öl- und Gasheizungen de facto verboten werden sollen und ob eine neue untaugliche Flugticketabgabe eingeführt werden soll. Nein es geht um eine viel essenziellere Frage: Betreiben wir zukünftig eine sozialistische, teure Klimapolitik, die gut tönt aber nichts bringt? Oder bringen wir den Mut auf, die Klimapolitik neu, innovativ und wirksam zu denken?

Die Schweiz hat eine grosse Chance. Mittels einfachem Anreizsystem, Deregulierung und Kostenwahrheit könnten wir zum Innovationstreiber werden, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht. Die Erhöhung des Abgabesatzes pro Tonne CO2 auf bis zu 210 Franken, wohlgemerkt der höchste auf der ganzen Welt, wäre dazu aber definitiv nicht nötig. Die Problematik liegt in der Essenz, dass nämlich zusätzliche Gelder umverteilt werden sollen. Das bedeutet, es gibt die, die mehr bezahlen müssen und es gibt die anderen, die mehr Geld bekommen. Meistens, wie es in der Politik so ist, bekommen aber nicht die das Geld, die das beste Produkt anbieten, sondern die, die am besten lobbyieren. Es gilt zu berücksichtigen, dass Umverteilungsprogramme aus Sicht der Politiker oft sehr interessant sind. Die Gunst der Profiteure ist ihnen auf jeden Fall sicher.

Im Gegensatz zur sozialistischen Umverteilungs-Politik, steht die liberale, freiheitliche Variante. Diese besagt, dass die Politik nicht der persönlichen Bereicherung einzelner Gruppen dienen soll, sondern der Bevölkerung insgesamt. Im Wissen darum, dass jeder Bürger selber am besten weiss, was für Ihn gut ist, versucht man für alle möglichst gute und günstige Konditionen zu schaffen. Ein freiheitliches Wirtschaftssystem ist die zentrale Grundlage für ein florierendes Gewerbe und erfolgreiches Unternehmertum. Dieser liberale Ansatz wurde in der Ausarbeitung des neuen CO2-Gesetzes komplett vergessen. Stattdessen setzt man auf Bevormundung, zusätzliche Abgaben und haufenweise Bürokratie. Alles verschleiert durch das edle Ziel, die Welt retten zu wollen. Warum es nicht das echte Motiv sein kann: Die Schweiz ist für 0.1% des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich. Das bedeutet, die mit dem CO2-Gesetz angestrebte Reduktion von 50% des Ausstosses seit 1990 ist realistisch betrachtet schlicht wirkungslos.

Anstatt neue Abgaben und Regulierungen zu schaffen, welche Produkte und Dienstleistungen unnötig verteuern, hätte man eine Lastenverschiebung anstreben müssen. Der Abgabesatz pro Tonne CO2 müsste auf einer verträglichen Höhe festgelegt werden, so dass es auch keine Ausnahmeregelungen für einzelne Branchen mehr bräuchte. Die Einnahmen aus der CO2-Abgaben dürften daraufhin aber nicht an einzelne verteilt werden,  sondern der ganzen Bevölkerung mittels Steuerreduktion zu Gute kommen. Das wäre eine wirklich liberale Klimapolitik, die klimafreundliche Akteure begünstigt, zu Gunsten aller. 

Leider, und das bedaure ich wirklich sehr, hat es echte liberale Politik immer schwieriger. Zu süss schmeckt die staatliche Förderung. Zu einfach lassen sich immer mehr Branchen durch Politiker verführen, die fremdes Geld verteilen. Zu schön tönt das versprechen, der Staat könne alles regeln und niemand müsse mehr selber Verantwortung übernehmen. Leider ist die Realität eine andere. Wer dem Staat die Verantwortung abschiebt, lässt Bürokraten über einen entscheiden und bezahlt es teuer mit Steuern und Abgaben. Schlussendlich, jedesmal wenn staatliche Regulierung sich gegen eine liberale Staatsordnung durchsetzt, verlieren wir immer ein bisschen mehr von unserer Freiheit. Wer die Freiheit bevorzugt, muss das CO2-Gesetz am 13. Juni daher ablehnen. Ein Nein eröffnet die Chancen für eine Neuausrichtung der Schweizer Klimapolitik.

Samuel Lütolf, Unternehmer, Kantonsrat SVP, Küssnacht am Rigi

Braucht es das revidierte CO2-Gesetz?

Braucht es das revidierte CO2-Gesetz? 1291 1080 Samuel Lütolf

Dass FDP-Präsidentin Petra Gössi dereinst an vorderster Front für eine Umweltvorlage weibeln würde, damit war vor ein paar Jahren nicht zu rechnen. Tempi passati. Nachdem ihre Fraktion Ende 2018 massgeblich dazu beigetragen hatte, dass ein erster Revisionsversuch des C02-Gesetzes scheiterte, schwenkte Gössi um, drängte ihre Partei zu einem Kurswechsel und trug 2020 zum Gelingen des zweiten Revisionsversuchs bei. Über dessen Ergebnis wird am 13. Juni abgestimmt. Gar nichts mit dem neuen C02-Gesetz anfangen kann der Küssnachter SVP-Kantonsrat Samuel Lütolf. Er engagiert sich in einem kantonalen Komitee, das sich für ein Nein zum ‹missratenen CO2-Gesetz› einsetzt. Nun kreuzt er mit Petra Gössi die Klingen.

Zum ganzen Artikel im FS vom 28.05.2021

Sessionsbericht vom 26. Mai 2021

Sessionsbericht vom 26. Mai 2021 1200 645 Samuel Lütolf

Im folgenden die wichtigsten Ereignisse aus meiner persönlichen Sicht welche wir an der halbtägigen Kantonsrat-Session vom 26. Mai 2021 beraten und beschlossen haben.

Vielen Dank für das Interesse und freundliche Grüsse
Sämi Lütolf

Positiv ???? ☀️ ????????

Motion M 12/20: Zeitlich befristeter Bonus bei der Motorfahrzeugsteuer für Elektrofahrzeuge
Die Motion M12/20 wollte einen zeitlich befristeten Bonus von 75% auf die Motorfahrzeugsteuer für Elektro-Autos einführen. Mit 74 zu 17 Stimmen wurde dieser Vorstoss extrem deutlich abgelehnt was mich sehr gefreut hat. Als Fraktionssprecher für die SVP habe ich mich klar für die Ablehnung eingesetzt.

Motion M 15/20: Einführung einer gesonderten Motorfahrzeugsteuer für Elektrofahrzeuge
Die zweite Motion zum selben Thema habe ich ebenfalls klar abgelehnt. Die Motion wollte das erfolgreiche Besteuerungssystem für Motorfahrzeuge einseitig im Bereich der Elektrofahrzeuge anpassen. Auch hier setzt ich mich gegen eine Erheblich-Erklärung ein. Die Ablehnung des Anliegen mit 71 zu 16 Stimmen hat mich ebenfalls sehr gefreut.

Motion M 13/20: Anreizbasierter, fairer und zeitgemässer innerkantonaler Finanzausgleich (RRB Nr. 255/2021)
Dem Kommissionsvorstoss aus der Staatswirtschaftskommission stand ich positiv gegenüber. Ich bin der Meinung man kann den innerkantonalen Finanzausgleich durchaus überdenken. Grosse Würfe erwarte ich aber hier nicht. Man muss klar sehen, die Komplexheit und die grossen Abhängigkeiten machen es schwierig eine Mehrheitsfähige Reform zustande zu bringen. Es ist leider so, dass einige wenige Gebergemeinden viele Nehmergemeinden finanzieren. Egal welches System das bisherige ablösen wird, diesen Umstand könnnen wir mittels innerkantonalem Finanzausgliech kaum begegnen. Nichts desto trotz bin ich froh, dass die Motion erheblich erklärt wurde und der Regierungsrat nun Vorschläge ausarbeiten wird. Ich lasse mich gerne positiv überraschen von einem realisierbaren Reformpacket.

Motion M 14/20: Anpassung der kantonalen Entschädigungsansätze für landwirtschaftliches
Kulturland bei Enteignungen (RRB Nr. 287/2021)

Die Erheblicherklärung dieser Motion war mit 85 zu 5 Stimmen fast eine Formsache. Damit werden die Entschädigungssätze für Landwirtschaftsland bei Enteignungen erhöht. Ich finde das richtig und gut.

Negativ ☹️ ⛈ ????????

Es soll auch in der Politik positive Tage geben. Der 26. Mai 2021 war, zumindest im Schwyzer Kantonsrat, ein solcher. Ich habe nämlich keine negativen Meldungen aus dieser Mai-Session. ????

NEIN zum CO2-Gesetz

NEIN zum CO2-Gesetz 1920 1080 Samuel Lütolf

Am 13. Juni kommt das CO2-Gesetz zur Abstimmung. Das Gesetz bring dem Klima nichts und ist dazu noch extrem teuer. Deshalb NEIN zum CO2-Gesetz am 13. Juni 2021.

Quellenverzeichnis (Links abgerufen am 28. Mai 2021):

[1] https://www.avenergy.ch/de/resultat/2-news/323-schweizer-anteil-beim-co2-ausstoss-unterschreitet-die-promillegrenze

[2] Kosten des revidierten CO2-Gesetzes für eine Durchschnittsfamilie, BAFU

Ausbau Zugerstrasse Küssnacht – Erste Planungsschritte?

Ausbau Zugerstrasse Küssnacht – Erste Planungsschritte? 1200 714 Samuel Lütolf

Am 27. Mai 2021 haben Kantonsrat Samuel Lütolf und drei Mitunterzeichnende folgende Kleine Anfrage eingereicht:

Am 28. April hat das Bundesamt für Strassen ein neues Projekt zur Gestaltung des Autobahnanschlusses N04 in Küssnacht neu aufgelegt. Der Bezirk Küssnacht ist mit dem Industriegebiet Fänn unter anderem als Entwicklungsschwerpunkt im ESP-Programm des Kantons verzeichnet. Für die weitere erfolgreiche Entwicklung von Küssnacht ist ein zukunftsfähiger Ausbau der Verkehrsinfrastruktur entscheidend.

Wichtig für ein erfolgreiche Neugestaltung des Knotens ist vor allem auch die Erneuerung des Kreisels Zugerstrasse (GS Nr. 2826) nach der Bahnunterführung Zugerstrasse sowie der weiterführende Spurausbau auf der Zugerstrasse.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie anfragen, uns den aktuellen Planungstand betreffend Erneuerung/Ausbau des Kreisels sowie Spurausbau Zugerstrasse zu skizzieren.

Wir bedanken uns bereits heute für die Ausführungen.

Sessionsbericht vom 28. April 2021

Sessionsbericht vom 28. April 2021 1200 643 Samuel Lütolf

Erneut tagte der Schwyzer Kantonsrat am 28. April «extra muros» im MythenForum in Schwyz statt im dafür vorgesehenen Rathaus. Nach wie vor sollen die Abstandsregelungen optimal eingehalten werden können. Nachfolgend möchte ich die aus meiner Sicht wichtigsten Beschlüsse und Vorlagen aus der April-Session kurz dokumentieren und einordnen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und freundliche Grüsse
Sämi Lütolf

Positiv ???? ☀️ ????????

Wahlen
In geheimer Abstimmung wurde Reto Heizmann zum Präsidenten und Stefan Marc Weber zum vollamtlichen Mitglied des Schwyzer Kantonsgerichts gewählt

Schwyzer Kantonalbank (Bericht und Antrag der Aufsichtskommission)
Die Aufsichtskommission der Schwyzer Kantonalbank (KRAK) beantragte dem Kantonsrat der Schwyzer KB décharge zu erteilen. Einmal mehr ist zu erwähnen, dass die Schwyzer Kantonalbank ein Segen für unseren Kanton darstellt. Insgesamt können dieses Jahr 47 Millionen Franken der Staatskasse gutgeschrieben werden.

Bericht zu Postulat P 9/19: Kantonsbeiträge an Strassen der Bezirke und Gemeinden (insbesondere Verbindungsstrassen) und Postulat P 10/19: Anpassung Kantonsstrassennetz an die aktuellen Gegebenheiten (RRB Nr. 158/2021)
Grosser Erfolg für die SVP und Baudirektor André Rüegsegger. Nach Jahrelangem stillstand geht es endlich vorwärts bei den Infrastrukturgrossprojekten. Die SVP beantragte die qualifizierte Kenntnissnahme des Berichts, diese wurde angenommen. Damit setzt der neue Baudirektor André Rüegsegger nach einem Jahr bereits gewaltige Akzente. Der Paradigmenwechsel wird unsere Infrastruktur im Kanton Schwyz entscheidend vorwärts bringen.

Negativ ☹️ ⛈ ????????

Teilrevision des Gesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV
Leider wurde der Kommissionvorschlag, welcher eine 100% Übernahme der Kosten durch den Kanton forderte, vom Kantonsrat angenommen. Ich habe die Variante des Regierungsrates unterstützt, dieser forderte einen Kostenteiler mit 30% Gemeinden und 70% Kanton. Die ständige Kostenumlagerungen ist leider keine langfristige Lösung. Die weitere Entwicklung im Bezug auf die Kostenumlagerungen von den Gemeinden zum Kanton beobachte ich kritisch. Schlussendlich müssen eigentlich die Gemeinden bluten, damit endlich ein Wandel in der Politik angestrebt werden kann. Mit der einseitigen Kostenumlagerungen schaffen wir es nicht die Kosten effektiv zu senken.

Postulat P 10/20: Corona-Massnahmen zurück in die kantonale Hoheit
Die SVP verlangte mit diesem Postulat welches ich auch mitunterzeichnet habe einen Nachweis was die Schliessungen im Dezember gebracht haben. Ebenfalls wollten wir den Regierungsrat auffordern aufzuzeigen wie man mehr Kompetenzen wieder in die Hoheit des Kantons zurückführen kann. Leider war eine Mehrheit des Parlamentes nicht dazu bereit, das Postulat wurde nicht erheblich erklärt und wird damit abgeschrieben.

Interpellation I 23/20: Wie viel wird das neue CO2-Gesetz die öffentliche Hand kosten?
Mit der Interpellation wollten wir vom Regierungsrat wissen, wieviel das CO2-Gesetz die öffentliche Hand dereinst kosten könnte. Der Regierungsrat kam bei der Berechnung der direkten kosten auf ca. CHF 500’000.–. Leider hat der Regierungsrat sämtlich Spezialaufgaben komplett vergessen. Weder Tiefbau, noch Hochbau, noch Schneeräumungen im Winter oder auch der ÖV wurden eingerechnet, obwohl alles von der öffentlichen Hand bestellt. Aus unserer Sicht ist klar, die horrenden Kosten, verursacht durch die Umverteilungsmaschinerie des CO2-Gesetzes, wird die Bevölkerung massiv belasten. Die Privaten werden gar doppelt gestraft, dies weil sie bei sich selber und eben auch für die zusätzlichen Kosten auf Seite der öffentlichen Hand aufkommen müssen.


Nein zu den schädlichen Agrarinitiativen

Nein zu den schädlichen Agrarinitiativen 1400 934 Samuel Lütolf

Bauernfamilien, die Pflanzenschutzmittel einsetzen, sollen zukünftig keine Direktzahlungen mehr erhalten. Ebenfalls keine Direktzahlungen mehr erhalten sollen Landwirtschaftsbetriebe, die ihr Futter für die Tiere nicht vollständig auf dem eigenen Hof produzieren können. Die Trinkwasser-Initiative zielt demnach auch nicht auf das Trinkwasser, sondern einzig auf die Direktzahlungen. Dass mit den Direktzahlungen strenge Auflagen und ein ökologischer Leistungsnachweis verknüpft ist, bleibt dabei unbeachtet. Nach einer Annahme der Initiative müssten sich diverse Landwirtschaftsbetriebe aus dem Direktzahlungssystem verabschieden. Neu wären sie gezwungen, anstatt wie bisher eine ökologische und umweltschonende Produktion in den Vordergrund zu stellen, nur noch nach rein ökonomischen Prinzipien zu wirtschaften. Die Initiative ist daher kontraproduktiv und wird zu einer weniger nachhaltigen Produktion führen.

Die Pestizid-Initiative ist ebenfalls sehr extrem und auch äusserst radikal. Sie will, dass die Schweizer Landwirtschaft auf synthetische Pflanzenschutzmittel gesamthaft verzichten muss. Zudem dürften sogar Händler nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pestizide produziert wurden. Diese Importauflagen würde Lebensmittelhersteller dazu zwingen, ihre Produktion in der Schweiz stillzulegen. Die Initiative schadet am Schluss unserer Landwirtschaft und unserem Wirtschaftsstandort massiv. Sie führt zu einer deutlich teureren Produktion, fördert den Einkaufstourismus und macht uns noch stärker vom Ausland abhängig.

Das sind einige der Gründe, die für mich klar gegen diese unvernünftigen Agrarinitiativen sprechen. Deshalb stimme ich zweimal Nein zur Trinkwasser- und zur Pestizidinitiative am 13. Juni.

Samuel Lütolf,
Kantonsrat SVP/SZ,
Küssnacht am Rigi

Sessionsbericht vom 24. März 2021

Sessionsbericht vom 24. März 2021 1439 842 Samuel Lütolf

Erneut hat der Schwyzer Kantonsrat am 24. März im Mythen Forum getagt um die Abstandsvorschriften entsprechend einhalten zu können. Besonders gefreut hat mich, dass der Vizepräsident der Jungen SVP Kanton Schwyz Jan Stocker aus Freienbach neu für den zurückgetretenen Walter Duss nachrücken durfte. Walter Duss ist leider aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt ausgeschieden, ich wünsche ihm eine gute Genesung.

Dafür aber herzlich Willkommen lieber Jan! Die JSVP ist damit noch stärker vertreten. Insgesamt zählen aktuell fünf Vertreter der SVP-Fraktion ebenfalls als Mitglieder der Jungen SVP. Was mich als Parteipräsident der JSVP Kanton Schwyz natürlich sehr freut!

Im Weiteren wurden an der Halbtagssitzung auch einige Geschäfte beraten. Auf die Wichtigsten möchte ich nachfolgend kurz eingehen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und beste Grüsse
Sämi Lütolf

Positiv ???? ☀️ ????????

Teilerlass eines bedingt rückzahlbaren Darlehens an die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee
Zu Gunsten der SGV, welche unter den heftigen Folgen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen staatlichen Einschränkungen leidet, sollen die fünf Anrainer-Kantone sowie der Bund zum Teil auf ein bedingt Rückzahlbares Darlehen verzichten. Das Darlehen stammt aus den Jahren 1989/1991. Der Betrag beläuft sich im Kanton Schwyz auf rund CHF 500’000.–. Für die SVP-Fraktion habe ich die Zustimmung zu diesem Beschluss des Regierungsrates vertreten. Das Geschäft ist mit grossem mehr durchgekommen, was mich sehr gefreut hat.

Hier mein Votum:

Motion M 11/20: Wartgeld für freipraktizierende Hebammen im Kanton Schwyz
Mit 49 zu 43 Stimmen wurde die Motion für nicht erheblich erklärt. Sie forderte die kantonsweite Einführung eines Wartgeldes für Hebammen. Bis anhin, und nun auch in Zukunft, liegt die Kompetenz bei den Gemeinden. Die Gemeinden die möchte, können dieses Wartgeld zahlen. Die Verpflichtung wäre aber aus meiner Sicht falsch gewesen. Weshalb ich die Motion ebenfalls abgelehnt habe.

Weitere Geschäfte
Weiter haben wir verschiedene Vorstösse, vor allem aus der linken Ecke, verhindern können. Eine Reduktion der Schulgelder an kantonalen Mittelschulen wurde nämlich Abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurden zwei SP-Postulate betreffend Finanzmanagement (P 3/20) und Wanderwegnetz (P 5/20)

Negativ ☹️ ⛈ ????????

Die März-Session kann als sehr erfolgreiche Session angesehen werden. Aus meiner Sicht hat der Kantonsrat in allen Geschäften die richtige Entscheidung getroffen.

Einstieg ins Berufsleben gefährdet?

Einstieg ins Berufsleben gefährdet? 1200 714 Samuel Lütolf

Am 22. März 2021 hat Kantonsrat Samuel Lütolf folgende Interpellation eingereicht:

Die weltweite Corona-Pandemie trifft die ganze Bevölkerung und vor allem auch die Wirtschaft hart. Hierbei sind es vor allem die behördlichen Einschränkungen und die Perspektivlosigkeit welche den Unternehmen zu schaffen machen.

Ganze Branchen und Wirtschaftsbereiche sind über Monate stillgelegt. Nach wie vor ist total unklar wie lange die behördlichen Einschränkungen aufrechterhalten werden. Diese grosse Unsicherheit kann speziell auch für die jungen Menschen ein hohes Risiko darstellen.

Der Berufseinstieg ist für die Schulabgänger ein wichtiger Moment im Leben. Klappt der Einstieg nicht wie gewünscht, führt das vielfach zu grossem Stress und Frust. Nicht nur für die betroffenen Jugendlichen selbst, sondern oft für die ganze Familie.

Die aktuelle, unsichere Situation könnte nun zu einer negativen Entwicklung im Lehrstellenangebot führen und den Berufseinstieg von vielen jungen Menschen empfindlich gefährden. Die Politik ist gefragt diese Entwicklung genau im Auge zu behalten und wenn nötig Massnahmen zu treffen.

Vor diesem Hintergrund möchte ich den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen bitten:

  1. Hat sich die Zahl der ausgeschriebenen Lehrstellen im Jahr 2020 und 2021 im Vergleich zu den Vorjahren merklich verändert? Und wenn ja, welche Branchen und Berufe sind besonders betroffen?
  2. Gibt es aus Sicht des Regierungsrates Hinweise, dass der Berufseinstieg für Schulabgänger durch die aktuelle Situation zusätzlich erschwert sein könnte?